Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Stade

Verkehrspolitische Radtour "Schulwege"

Im Rahmen der Fahrrad-Aktionswochen führte der ADFC Stade eine verkehrspolitische Radtour mit dem Thema "Schulwege" durch. An vier exemplarisch ausgewählten Schulen wurden Probleme aufgezeigt, diskutiert und mögliche Lösungen besprochen.

Die Teilnehmer an der verkehrspolitischen Radtour „Schulwege“ v. l. n. r.: Nils Schwarz, Vinzenz Lübeck Gymnasium; Michael Duwe, Stadt Stade; Christian Ückert, Stade Fährt Rad; Ole Plorin, IGS; Leonie Westerkamp, Landkreis Stade; Ulrich Wiegel, SPD Stade; Kai Koeser, SPD-Stadtrat, Bürgermeisterkandidat;  Nicht auf dem Bild: Arne Kramer, CDU-Stadtrat, Bürgermeisterkandidat, Amtsleiter Straßenverkehrsbehörde des Landkreises; Heinz Volmari, Vorstand ADFC; Foto Stefan Heiland, Vorstand ADFC
Die Teilnehmer an der verkehrspolitischen Radtour „Schulwege“ v. l. n. r.: Nils Schwarz, Vinzenz Lübeck Gymnasium; Michael Duwe, Stadt Stade; Christian Ückert, Stade Fährt Rad; Ole Plorin, IGS; Leonie Westerkamp, Landkreis Stade; Ulrich Wiegel, SPD Stade; Kai Koeser, SPD-Stadtrat, Bürgermeisterkandidat; Nicht auf dem Bild: Arne Kramer, CDU-Stadtrat, Bürgermeisterkandidat, Amtsleiter Straßenverkehrsbehörde des Landkreises; Heinz Volmari, Vorstand ADFC; Foto Stefan Heiland, Vorstand ADFC © Stefan Heiland

Diskussionsprotokoll der verkehrspolitischen Fahrradtour „Schulwegesicherheit“ am 19.06.2026

Teilnehmer:

  • Michael Duwe, Stadt Stade, Schulen, Sport und Stadtbibliothek
  • Stefan Heiland, Vorstand ADFC Stade, Organisation und Leitung der Tour
  • Kai Koeser, SPD-Stadtrat, Bürgermeisterkandidat
  • Arne Kramer, CDU-Stadtrat, Amtsleiter Verkehrsbehörde Landkr., Bürgermeisterkandidat (ab GS Bockhorster Weg)
  • Ole Plorin, Lehrer IGS, Mobilitätsbeauftragter
  • Nils Schwarz, Lehrer VLG, Fahrradbeauftragter
  • Christian Ückert, Stade fährt Rad
  • Heinz Volmari, Vorstand ADFC Stade
  • Leonie Westerkamp, Mobilitätsbeauftragte Landkreis Stade
  • Ulrich Wiegel, SPD Stade, Mitglied Arbeitsgespräche Radverkehr

Stationen

 

Vincent-Lübeck-Gymnasium

  • Problem 1: Busspur auf dem Parkplatz der Schule wird von Elterntaxis genutzt, wodurch die Zufahrt für Busse blockiert wird und diese teilweise auf dem Fahrradweg stehen und warten

    Mögl. Maßnahmen: Bessere Sichtbarkeit des Verbotsschildes herstellen, vermehrte Kontrollen und Sanktionieren von Übertretungen, eventuell Poller, die von den Linienbussen per Fernsteuerung abgesenkt werden können.

  • Problem 2: Viele Schüler fahren aus Richtung Wischhafen regelwidrig das letzte Stück zur Schule auf der linken Seite, weil sie die Querung vor der BBS nicht nutzen wollen/können. Gründe: Der Bereich vor den BBS ist morgens Treff- und Sammelpunkt der Berufsschüler (Raucherbereich), so dass die VLG-Schüler hier kaum durchkommen, wobei sie teilweise auch aggressivem Verhalten der BBS-Schüler ausgesetzt sind. Bequemlichkeit.

    Mögl. Maßnahmen: Zusätzliche Querung vor dem VLG, allerdings müsste diese Maßnahme wegen der Nähe zur Fußgängerampel vor der BBS durch eine qualifizierte Gefahrenlage begründet werden. Weitere Vorschläge wie ein Versetzen der Fußgängerampel oder zeitversetzter Schulbeginn wurden diskutiert, aber wegen der damit verbundenen Auswirkungen als nicht realisierbar eingeschätzt.

  • Problem 3: Am ovalen Kreisverkehr Bremervörder/Glückstädter Straße erleben viel Schüler gefährliche Situationen und es kommt regelmäßig zu Unfällen mit Fahrradbeteiligung. Insbesondere bei der Querung von drei Fahrbahnen im Bereich des Bypasses von der Bremervörder zur Schiffertorsstraße ist die Situation unübersichtlich und sowohl Autofahrer als auch Radfahrer überfordert.

    Mögl. Maßnahmen: Sperrung des Bypasses, um mehr Platz für den Radverkehr zu schaffen und die Sichtbeziehungen zu verbessern. Umgestaltung der Führung des Radweges, so dass für alle Beteiligten erkennbar wird, dass der umlaufende Radweg Teil des Kreisverkehrs ist, was die Bevorrechtigung des Radverkehrs an allen Querungen begründet.

 

Grundschule Bockhorster Weg

  • Problem 1: Elterntaxis halten auf der Bushaltestelle vor der Schule.

    Mögl. Maßnahmen: Mit verkehrsrechtlichen Maßnahmen kaum zu beeinflussen, Einrichtung einer Schulstraße vor der Schule wegen der Belange der Anwohner nicht zu realisieren. Angebot und Propagierung einer Hol- und Bringezone, Gespräche mit Eltern.

  • Problem 2: Querung Hirschgang, Rechts vor Links Regelung relativ neu, wird teilweise missachtet.

    Mögl. Maßnahmen: Hinweis auf neue Vorfahrtsregelung, eventuell Aufpflasterung des Kreuzungsbereiches als geschwindigkeitsdämpfende Maßnahme.

     

Integrierte Gesamtschule Stade (IGS)

  • Problem 1: Die verschiedenen Zufahrten zum Schulgelände weisen ein starkes Gefälle auf, gleichzeitig ist die Oberfläche dieser Zufahrten extrem schadhaft. Dadurch kommt es mit Fahrrädern und E-Scootern häufig zu Unfällen, bei der Ausfahrt Richtung Hohenwedeler Weg auch zu Konflikten mit ausparkenden Autos.

    Mögl. Maßnahmen: Ertüchtigung der Wege vom Schulgelände in die verschiedenen Richtungen, dadurch könnte auch ein Teil des Schülerverkehrs aus der beengten Bremervörder Straße genommen werden.

  • Problem 2: Fußgängerüberweg vor der Bushaltestelle wird teilweise durch Pkw ignoriert.

    Mögl. Maßnahmen: Aufpflasterung des Fußgängerüberwegs als geschwindigkeitsdämpfende Maßnahme.

  • Problem 3: Personen, die von der Schule kommend über den Hohenwedeler Weg zur Bremervörder Straße wollen, queren nicht den Hohenwedeler Weg, sondern fahren regelwidrig auf der linken Seite und ignorieren bewußt die bestehenden Markierungen (Richtungspfeile).

    Mögl. Maßnahmen: Aufklärendes Einwirken auf Schüler und Lehrer.

  • Problem 4: Ab der Einmündung Hohenwedeler Weg ist der Radweg in der Bremervörderstraße stadteinwärts durch eine Mauer beengt. Gleichzeitig besteht eine ca. 150 m lange Linksabbiegerspur, die völligunnötig ist, da nur einzelne wenige Fahrzeuge hier nach links in die Straße An den Fischteichen einbiegen.

    Mögl. Maßnahmen: Neue Aufteilung des Straßenraumes mit Abschaffung der Linksabbiegerspur und verbreitertem Raum für Radfahrer und Fußgänger.

  • Problem 5: An den Fischteichen starkes Gefälle, hohe Geschwindigkeit, veraltete Furtmarkierung. Radfahrende müssen im Bereich der Einmündung Am schwarzen Berg in den Weg der einbiegenden Fahrzeug hineinkreuzen, um den weiterführenden Radweg an der Bahn entlang zu erreichen.

    Mögliche Maßnahmen: Einrichtung eine Fahrradstraße in der Straße An den Fischteichen. Verlagerung der Auffahrt zum Radweg entlang der Bahn um einige Meter hinter die Einmündung, so daß der Radverkehr nicht in den Fahrweg der einbiegenden Fahrzeuge hineinkreuzen muss. Entfernung der veralteten Furtmarkierung, die zu falschem Fahrverhalten führt. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass an dieser Stelle dringender Handlungsbedarf besteht wegen akuter Unfallgefahr!

 

Grundschule Am Burggraben

  • Problem 1: Zebrastreifen wird durch schnelle E Bikes und E Scooter ignoriert.

    Mögl. Maßnahmen: Aufpflasterung des Fußgängerüberwegs als geschwindigkeitsdämpfende Maßnahme.

  • Problem 2: Hol- und Bringezone wird nicht genutzt.

    Mögl. Maßnahmen: Einrichtung eine Schulstraße mit temporärem Durchfahrtsverbot für Kfz, dazu Änderung der Fahrtrichtung in der Einbahnstraße Gründelstraße erforderlich. Da das Schulgebäude sanierungsbedürftig und notwendige Abläufe und Maßnahmen einer Gebäudesanierung noch unklar und zu planen sind, sollten diese Planungen hinsichtlich der Überlegungen einer möglichen Neuausrichtung der dortigen Fahrradstraße vor dem Schulgebäude berücksichtigt werden.


https://stade.adfc.de/neuigkeit/verkehrspolitische-radtour-schulwege-190626

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